Newsroom

Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein steht auch dafür, globale Themen mit vielfältigen Formaten im Lokalen sichtbar zu machen. Unser Netzwerk umfasst Expert*innen, die sich mit neuen Perspektiven im Lehren und Lernen, einer zukunftsfähigen Wirtschaftsweise, interkulturellen Begegnungen und globalen Partnerschaften sowie den UN-Nachhaltigkeitszielen beschäftigen. Medienvertreter*innen vermitteln wir gern Interviewpartner*innen, aktuelle Einschätzungen aus der Zivilgesellschaft und Fakten zu diesem breiten Themenspektrum.

Aktuelles aus Einer Welt

Globales Lernen

Sönke Nissen wurde 1870 in Schleswig-Holstein geboren und starb dort 1923 als angesehener Wohltäter. Als leitender Bauingenieur verantwortete er in Namibia den Bau einer Eisenbahnlinie, die unter ausbeuterischen und freiheitsberaubenden Arbeits- und Lebensbedingungen für die namibischen Arbeiter*innen errichtet wurde.

Während der Bauarbeiten wurde ein Diamantenfeld entdeckt, von dem Nissen große Anteile erwarb. Mit dem daraus resultierenden Vermögen engagierte er sich später in Deutschland als Wohltäter.

Erst in jüngerer Zeit hat die kritische Aufarbeitung seiner kolonialen Vergangenheit das lange Zeit positive Erinnerungsbild ins Wanken gebracht.

 

Am 01. Juli lädt die Deutsche Meeresstiftung zu einem Tag des Meeresbewusstseins ein. Mit WeltWeitWissen2026 sind wir mit dabei!

© Aliéna Lill

Bildungsreferentin Aliéna Lill gewährt uns im Praxisinterview Einblicke in ihre medienpädagogische Arbeit mit Schüler*innen zu globale Lernperspektiven auf Künstliche Intelligenz und unsere digitale Welt.

© BNUR/Stefan Polte

Am 11. Juni 2026 wurde das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. zum dritten Mal mit dem nun-Zertifikat (norddeutsch und nachhaltig) mit seinen non-formalen Bildungsangeboten im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und des Globalen Lernens ausgezeichnet.

Globale Partnerschaften

Die Weihnachtsmärkte starten und damit auch die Chance, vor Ort ins Gespräch zu kommen. Das Forum für Migrant*innen der Landeshauptstadt Kiel hat die Aktion 2024 rund um den Getränkenamen „Lumumba“ initiiert und setzt sich für mehr Respekt statt kolonialer Klischees ein. Gemeinsam machen wir das Thema dieses Jahr erneut sichtbar und stellen aktualisierte Materialien bereit, die Vereine, Gruppen und Initiativen nutzen können, um selbst kleine Aktionen oder Informationsmomente auf dem Weihnachtsmarkt anzustoßen.

Am 5. Januar 2025 verwandelte sich die BZM-Halle in Mettenhof in eine Bühne für Integration, Fairness und den gemeinsamen Einsatz gegen Diskriminierung. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit im Sport“ brachte das Fußballturnier Jugend- und Erwachsenenmannschaften unterschiedlichster Herkunft zusammen. Organisiert wurde das Event von Aziz Youssef, dem Integrationslotsen des Sportverbands Kiel.

 

Im Rahmen des Projektes „Netzwerk Klimakrise und Wälder“ hat am 26. September das Netzwerktreffen „Waldvision Schleswig-Holstein: Gemeinsam gegen die Klimakrise“ stattgefunden. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, Akteur*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen und Regionen zusammenzubringen, darunter auch Teilnehmende aus afrikanischen Ländern und Schleswig-Holstein.

 

Auf Weihnachtsmärkten gehört das beliebte Getränk aus heißem Kakao und Rum oft zum Standardangebot. Doch viele kennen nicht die problematische Geschichte hinter dem Namen „Lumumba“. Dieser verweist auf Patrice Lumumba, einen kongolesischen Freiheitskämpfer und Gegner des Kolonialismus, der 1961 auf brutale Weise ermordet wurde.

 

Nachhaltige Entwicklung

Lebensweltmeisterschaft 2026: El Salvador holt den Titel!
Auch in diesem Jahr hieß es wieder: Anpfiff für die Eine Welt! Bei unserer Lebensweltmeisterschaft traten Schüler*innen aus ganz Schleswig-Holstein gegeneinander an - auf dem Spielfeld und bei einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit ihrem zugelosten Land.

Wie wirken sich aktuelle geopolitische Spannungen auf die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) aus? Welche Entwicklungen sind für die Agenda 2030 besonders relevant – und welche Rolle spielen Klimaschutz, Biodiversität und globale Gerechtigkeit dabei? 

Das vierte Projekt zur Umsetzung der SDGs in Schleswig-Holstein ist nach drei Jahren zu Ende gegangen - Zeit für einen Rückblick! 

Wir haben Menschen zusammengebracht, Bildungsarbeit gestaltet, politische Gespräche geführt und nachhaltiges Engagement vorangebracht. Gemeinsam mit Landespolitik und Zivilgesellschaft haben wir herausgearbeitet, wo es bei der Umsetzung der SDGs noch hakt, welche Interessenkonflikte bestehen, welche Themen bislang zu wenig Beachtung finden und wo es schon richtig gut läuft und welche Projekte in Schleswig-Holstein echte Vorbilder für nachhaltige Entwicklung sind. 

Nachhaltigkeit spielerisch vermitteln - das war das Ziel unseres Multiplikator*innen-Workshops für Lehrkräfte. Dank der hervorragenden Organisation von Thorsten Bell konnten wir engagierte Pädagoginnen und Pädagogen für die Verbindung von Sport und Nachhaltigkeit begeistern.

Zukunftsfähiges Wirtschaften

Wir unterzeichnen das Statement "Starke Standards schützen Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen"

Die Europäische Union gilt für Menschen weltweit als ein Ort der Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Lebensqualität. Als größter gemeinsamer Binnen- und Verbrauchermarkt der Welt prägt die EU internationale Standards und hat die Pflicht, sich für sichere Produkte, gesunde Lebensmittel, faire Lieferketten und den Schutz der Menschenrechte einzusetzen. Gerade in Zeiten globaler Krisen sollte Europa dieser Verantwortung gerecht werden, unsere Lebensgrundlagen zu schützen, demokratische Kontrolle zu sichern und langfristige öffentliche Interessen über kurzfristige private Profite zu stellen – in Europa und entlang globaler Lieferketten.



Immer mehr Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein möchten ihre Beschaffung nachhaltiger gestalten auch im Bereich von Merchandise-Produkten. Doch wie gelingt der Einstieg? Genau hier setzt unser Projekt Faires Merchandising an: 2026 begleiten wir drei Modellkommunen auf ihrem Weg zu fair gehandelten, ökologischen und kreativen Werbemitteln für Tourist*innen und Einheimische.

Immer mehr Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein möchten ihre Beschaffung nachhaltiger gestalten auch im Bereich von Merchandise-Produkten. Doch wie gelingt der Einstieg? Genau hier setzt unser Projekt Faires Merchandising an: 2026 begleiten wir drei Modellkommunen auf ihrem Weg zu fair gehandelten, ökologischen und kreativen Werbemitteln für Tourist*innen und Einheimische.

Jetzt anmelden! Der Countdown zum Fachtag „Lokaler Tourismus in globaler Verantwortung“ an der FH Westküste in Heide läuft – Teilnahme vor Ort oder online möglich.

In diesem Jahr widmen wir uns dem Thema nachhaltige Beschaffung von Merchandise-Produkten im Stadt- und Tourismusmarketing. Freuen Sie sich auf spannende Impulse, unter anderem von Prof. Arnd Zschiesche, sowie auf inspirierende Praxisbeispiele und praxisnahe Workshops rund um Spielzeug, Textilien und Lebensmittel.


Denn: Wie viel fairer Handel steckt in den Produkten aus Tourist-Informationen und Präsentkörben in Schleswig-Holstein? Und: Welche fairen Händler bieten innovative Produkte an? Finden Sie es heraus!

Mehr erfahren

Aus dem Verein

Landwirtschaft mit Zukunft braucht gesunde Natur

Klimaschutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt gehören zu den größten Aufgaben unserer Zeit. Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) steuert Milliarden in die Landwirtschaft – dieses Geld muss gesunde Natur für alle und stabile Erträge für Betriebe gleichermaßen schaffen. Nur so entstehen Synergien zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, die langfristig Erträge und Lebensgrundlagen bewahren.

Hier sind unsere fünf Empfehlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028 für Schleswig-Holstein!



Jubel in München bei der diesjährigen Preisverleihung!

Lübeck ist „Hauptstadt des Fairen Handels“ 2025! In der Kategorie „Große Kommunen“ holte die Hansestadt den ersten Platz – aufgrund ihres langjährigen, kreativen Engagements und der strukturellen Verankerung in der Kommune! Herzlichen Glückwünsch!

Auch in der Kategorie „Kleine Kommunen“ durfte sich eine schleswig-holsteinische Kommune über einen tollen 3. Platz freuen: Burg auf Fehmarn. Hier hat es gleich bei einer ersten Bewerbung mit einer Auszeichnung geklappt. Wir gratulieren herzlich!


Wir unterstützen das Statement der Initiative Lieferkettengesetz zur Abstimmung des Rechtsausschusses des EU-Parlaments (JURI) zum Omnibus-I-Paket und verurteilen, dass die Wirksamkeit der EU-Lieferkettenrichtlinie als Ganzes in frage gestellt wird!

Als entwicklungspolitischer Dachverband schleswig-holsteinischer Organisationen und Initiativen haben wir unseren Geschäftssitz in Kiel ebenso wie ein Drittel unserer Mitglieder. Wir handeln nach dem Grundsatz „Global denken. Lokal handeln.“ Wir sind überzeugt, dass wir durch nachhaltiges und sozial gerechtes Handeln auf lokaler Ebene einen entscheidenden Beitrag zu globaler Gerechtigkeit leisten können. Aus diesem Grund haben wir an die Kandidat*innen für das Amt der Oberbürgermeister*in folgende Wünsche und Forderungen aufgestellt.